Nicht Schwarz-Weiß, sondern Rot-Weiss denken!

Was die Zukunft unseres Vereins angeht, werden uns die letzten Tage und Wochen sicherlich in bester Erinnerung bleiben.

Mit dem Naketano Gründer Sascha Peljhan und dem neuen Haupt- undTrikotsponsor HARFID stehen für die nächsten beiden Jahre starke Partner an der Seite unseres Vereins. Hinzu kommt ja erfreulicher Weise auch noch, dass sich unsere Lieblingsbrauerei „Stauder“ ebenfalls weiterhin zu unserem Verein bekennt und ihr Engagement ausweitet.

Für die nächsten Wochen gilt es, nicht in ein schwarz-weiß Denken zu verfallen, sondern alles um so mehr durch die rot-weisse Brille zu sehen.

Wenn wir jetzt zusammenhalten, können wir den Verein vielleicht endlich auf dasnächste Level, sprich in die nächste Liga heben.

Schwarz-Weiß sind nicht unsere Farben!

Darf man aber alles unkritisch mitmachen, oder gibt es nicht unter Umständen auch einige Fragen und Ängste, die trotz allen Geldes benannt werden sollten? Um ehrlich zu sein: Natürlich gibt es die! Es stellen sich Fragen wie:

Wird sportlich umgesetzt, was finanziell auf besten Füßen steht?

Werden so große Geldgeber wie Peljhan vielleicht zu mächtig, auch wenn Sie nur beratend tätig sind? Bleibt es bei einer beratenden Tätigkeit – oder will nicht jemand, der so viel Geld gibt, auch mitbestimmen?

Was hat es mit dem in diesem Zusammenhang mit dem Begriff „strategischer Partner“ auf sich?

Und wie ist es zu verstehen, wenn von Seiten des Vereins von „Tilgung“ gesprochen wird? Handelt es sich vorliegend unter Umständen um ein Darlehen, das uns in wirtschaftliche Abhängigkeit bringt?

Was sagt uns die Geschichte vom abgelehnten „Investor“ im „Hafenstraßengeflüster 11“ – immerhin auf der offiziellen Homepage von RWE? Ein Begriff, der ja eher im Zusammenhang mit ausgegliederten Gesellschaften genutzt wird.

Werden die unzähligen kleineren Sponsoren, die unserem Verein über Jahre und Jahrzehnte die Treue gehalten haben, jetzt verdrängt?

Umgekehrt: Sollen wir nur jubeln, weil „endlich“ Geld für einen Angriff auf die Tabellenspitze da ist? Sollen wir alle Bedenken über Bord werfen, nur weil genügend Geld da zu sein scheint?

Wir wollen als Initiative „Essen-Unverkäuflich“ nicht als Bedenkenträger erscheinen, aber wir wollen vorgenannte Fragen und Ängste auch nicht einfach beiseite wischen. Wir sind weiterhin für den Erhalt des eingetragenen Vereins und seiner demokratischen Strukturen!

Die Rot-Weisse Brille aufsetzen!

Gerade deshalb glauben wir, dass es Zeit ist, die rot-weisse Brille aufzusetzen und alles für den Verein zu tun, damit dieser wirtschaftliche Impuls nicht wirkungslos verpufft. Zusammenhalt war einmal unsere Stärke in den Zeiten der Insolvenz, als der Verein alles geblieben war, was wir hatten. Dieser Verein – Rot-Weiss Essen e.V. – kann jetzt Großes erreichen, ohne sich zu verbiegen oder zu verkaufen.

Unser Jahrzehnte langer Zusammenhalt, der uns über manche schlechte Zeit hinweg gebracht hat, kann jetzt zu unserer entscheidenden Stärke werden.

Wir danken Sascha Peljhan und der Firma HARFID für ihr Engagement und freuen uns auch bereits jetzt auf zahlreiche Stauder Pils bei unseren rot-weissen Spielen!

Lasst uns das Engagement der Sponsoren und Gönner im Sinne des Vereins Rot-Weiss-Essen aufnehmen und verstärken.Dafür sind aber alle gefragt: Sponsoren, Mitglieder, Fans!

Wir haben viele Gruppen und Zusammenschlüsse, die den Verein bis hierher getragen haben. Wenn wir jetzt ne Schüppe drauf legen, werden wir unseren Verein weit nach vorne bringen.

Setzt die Rot-Weisse Brille auf!!

Werdet Mitglied!

Setzt auf den Verein!!

Nur der RWE – Essen Unverkäuflich

Was nicht ist, das kann noch werden…


Wie alle Fans, Freunde und Sponsoren in der vergangenen Woche lesen konnten, arbeitet der Vorstand des Vereins an einer Aufstockung der finanziellen Mittel für die kommende Saison durch engagierte Sponsoren.

Marcus Uhlig in seiner Erklärung dazu auf der Homepage von Rot-Weiss Essen: „Wir suchen Partner, mit denen ein nachhaltiger Aufbruch bei maximaler Wahrung der Vereinsidentität und ohne finanzielles Risiko für Rot-Weiss Essen gewährleistet ist.
In diesen Gesprächen sind wir in den vergangenen beiden Wochen große Schritte vorangekommen und daher mehr als zuversichtlich, hier in Kürze Vollzug melden zu können. Es handelt sich dabei um eine „Essener Lösung“, die den Verein signifikant unterstützen möchte, ohne eine Ausgliederung als Bedingung vorauszusetzen.“

Der Verein Rot-Weiss Essen ist attraktiv für Werbepartner

Ohne die genauen Details zu kennen, finden wir es wünschenswert, wenn sich Sponsoren aus der Essener Wirtschaft in dieser Weise engagieren und am Traum des Aufstiegs unseres Vereins durch Ihre finanzielle Stärke mitwirken wollen.

In diesem Sinne begrüßt auch die Initiative Essen Unverkäuflich diese Entwicklung. Zeigt es doch einmal mehr: der Verein Rot-Weiss Essen besitzt auch ohne eine Ausgliederung die Strahlkraft, die sich alle wünschen. Der Ruf nach einer Ausgliederung als einzige Möglichkeit den finanziellen Rahmen für die erste Mannschaft kurzfristig zu erhöhen – der in Teilen der RWE-Fans fast schon zum Mantra geworden ist – scheint sich zu erübrigen.

Die Stärkung des Vereins auf allen Ebenen – Gremien, Sponsoren, Mitglieder und Fans – ist ein wichtiges Ziel der Initiative Essen Unverkäuflich.

Bliebe es dabei, könnten wir auch den folgenden Satz unseres Vorsitzenden unterschreiben:

„Doch auch ohne Ausgliederung wollen wir zur nächsten Saison mit dem Rückenwind zusätzlich generierter finanzieller Mittel angreifen. Daher geht es uns zum jetzigen Zeitpunkt mit Priorität darum, (einen) starke(n) lokale(n) Partner mit Verständnis, Respekt und Empathie für die große RWE-Tradition, für unsere Vereinskultur und für unsere besonderen Werte zu finden.“

Eine Ausgliederung ist also nicht vom Tisch?

Der Einschub „zum jetzigen Zeitpunkt“ lässt es uns in den Ohren klingeln.

Das Thema Ausgliederung scheint keineswegs vom Tisch. In einem langen Absatz betont Markus Uhlig zwar, dass „es möglich (ist), eine Lösung zu finden, durch die sich Rot-Weiss Essen kein Stück verbiegen und kein Stück seiner Identität abgeben muss.“

Aber gerade hier wird deutlich, dass eine Ausgliederung sehr wohl weiter voran getrieben wird – auf welche Weise auch immer.

Marcus Uhlig: „Diese Lösung gilt es zu erarbeiten und zwar im Dialog mit allen relevanten Parteien, mit der notwendigen Sorgfalt und ohne Zeitdruck. Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung wird eine mögliche Ausgliederung daher keine Rolle spielen.“

Was nicht ist, das wird noch werden!

So müsste man nach diesen Aussagen von Marcus Uhlig schreiben.

Wir fragen uns warum? Sind die angekündigten Partner doch keine Werbepartner, die noch nicht mal in den Aufsichtsrat wollen, sondern nichts weiter als die künftigen Investoren?

Und wenn ja, was sind die in diesen Fällen üblichen Vorabsprachen?

Wir freuen uns auf alle, die den Verein Rot-Weiss Essen unterstützen und stärken wollen. Sich hinten rum einkaufen gehört nicht dazu.

Wir wehren uns gegen eine Dynamik, die so tut, als ginge es um den Erhalt des Status Quo und die doch tiefgreifende, nicht rückgängig zu machende Änderungen mit sich führt.

Wir fordern weiter eine ehrliche Debatte um die Ausgliederung und werden uns an den Diskussionen weiter beteiligen, auch wenn unser Vorstand erst nach der kommenden Jahreshauptversammlung damit beginnen will.

Unser Ziel bleibt:

Essen Unverkäuflich