Mitgliederversammlung Jetzt!

Corona fordert von uns RWE Fans eine Menge. Wir können nicht ins Stadion, wir können uns nicht zusammen in den Armen liegen und unser größtes Hobby ausleben. Trotzdem unterstützen wir alle gerne unseren Verein wo auch immer wir können! Wir verzichten auf Rückerstattung, kaufen virtuelle Stauder, die wir niemals trinken werden und stürzen uns auf das Jubiläumstrikot unserer geliebten Hafenstraße. Wir wissen, dass unser Verein uns braucht. Doch allem Anschein nach braucht der Verein uns nicht!

Mehr Diskussion!

Es gibt viel zu Diskutieren und zu entscheiden, woran Fans und Mitglieder beteiligt sein müssen. Uns allen ist bewusst, dass wir uns nicht in größeren Arbeitsgruppen oder in unserer Jahreshauptversammlung in der Messe treffen können. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass man Mitglieder und Fans nicht mit einbeziehen kann. Andere Vereine gehen mit gutem Beispiel voran und halten Ihre Mitgliederversammlung problemlos virtuell ab.

Mehr Information!

Viele Fragen brennen euch und uns unter den Nägeln. Ohne Corona hätten wir – satzungsgemäß – spätestens zum 30.06. eine Jahreshauptversammlung abgehalten. Bei dieser wären wir über Gewinne und Verluste der vergangenen Saison und über die finanziellen Pläne der kommenden Saison informiert worden. Wir hätten die Möglichkeit gehabt, nachzufragen, wie die kommende Saison unter den aktuell erschwerten Bedingungen finanziert wird. Und wir hätten die verschiedenen Szenarien diskutieren können. Zum Beispiel: gibt es einen Plan B ohne Zuschauer und wie sieht dieser konkret aus?

Mehr Verantwortung!

Selbstverständlich haben wir Verständnis dafür, dass Corona nicht planbar ist und dies eine anspruchsvolle Hürde für unsere Verantwortlichen darstellt. Doch trotzdem ist es unsere Aufgabe, wenn nicht sogar unsere Pflicht als Mitglieder kritisch zu hinterfragen. Wir haben schon einmal gehofft, dass sich alles zum Guten wendet und die Kontrolle vergessen. Ein kleiner Rückblick in das Jahr 2010 gefällig?

Mehr Gemeinsam!

Corona ist keine Entschuldigung dafür, die Mitglieder monatelang im Unklaren zu lassen. Am Anfang hatten wir alle den Eindruck, dass Corona uns zusammenschweißt. Es gab eine Menge kreative Ideen von Fans und Mitgliedern. Doch dieser Eindruck täuscht! Von dem anfänglichen Optimismus ist nicht mehr viel geblieben. Der Verein handelt, unser Geldbeutel wird leerer, doch wir nicht schlauer.
Wir alle wissen: wir sind ein von Zuschauer- und Cateringeinnahmen abhängiger Verein. Diese Einnahmen sind in absehbarer Zeit nicht zu erwirtschaften. Nun stellt sich die Frage: Wer bezahlt die Zeche? Vielleicht gibt es sogar Antworten, doch wir bekommen diese nicht. Marcus Uhlig dazu in Reviersport vom 12.08: „Ich werde jetzt sicher nicht öffentlich über Zahlen sprechen. Das werden wir im Rahmen der noch nachzuholenden Mitglieder-Versammlung in aller Ausführlichkeit machen. Noch mal: wir sind weit davon entfernt, mit Geld um uns zu schmeißen…“. Wer die letzten Wochen nachvollzieht, dem muss aber der Verdacht nahe liegen, dass genau dies geschieht. Warum müssen wir solche Fragen überhaupt stellen? Eine vernünftige Information der Mitglieder, die ohne weiteres möglich wäre, würde solche Unklarheiten beseitigen.

Mehr Transparenz!

Wir wissen natürlich, dass wir bei Sascha Peljhan für sehr günstige Konditionen einen Kredit über 2 Millionen Euro erhalten haben. Von diesen 2 Millionen Euro sind laut unserem Vorstand bereits 700.000 Euro zum Ausgleich der Einnahmeausfälle der letzten Saison geflossen. So günstig die Bedingungen auch sein mögen – es bleiben Schulden! Wie viel Risiko wollen wir gehen? Wollen wir alles auf eine Karte setzten? Wann und mit welchem Plan wollen wir diese Schulden begleichen? Dies alles sind Fragen über die Mitglieder informiert werden müssen und die sie letztendlich auf einer Jahreshauptversammlung gutheißen müssen.

Es gibt viele Möglichkeiten eine Mitgliederversammlung vernünftig durchzuführen.

Mitgliederversammlung jetzt!