Was nicht ist, das kann noch werden…


Wie alle Fans, Freunde und Sponsoren in der vergangenen Woche lesen konnten, arbeitet der Vorstand des Vereins an einer Aufstockung der finanziellen Mittel für die kommende Saison durch engagierte Sponsoren.

Marcus Uhlig in seiner Erklärung dazu auf der Homepage von Rot-Weiss Essen: „Wir suchen Partner, mit denen ein nachhaltiger Aufbruch bei maximaler Wahrung der Vereinsidentität und ohne finanzielles Risiko für Rot-Weiss Essen gewährleistet ist.
In diesen Gesprächen sind wir in den vergangenen beiden Wochen große Schritte vorangekommen und daher mehr als zuversichtlich, hier in Kürze Vollzug melden zu können. Es handelt sich dabei um eine „Essener Lösung“, die den Verein signifikant unterstützen möchte, ohne eine Ausgliederung als Bedingung vorauszusetzen.“

Der Verein Rot-Weiss Essen ist attraktiv für Werbepartner

Ohne die genauen Details zu kennen, finden wir es wünschenswert, wenn sich Sponsoren aus der Essener Wirtschaft in dieser Weise engagieren und am Traum des Aufstiegs unseres Vereins durch Ihre finanzielle Stärke mitwirken wollen.

In diesem Sinne begrüßt auch die Initiative Essen Unverkäuflich diese Entwicklung. Zeigt es doch einmal mehr: der Verein Rot-Weiss Essen besitzt auch ohne eine Ausgliederung die Strahlkraft, die sich alle wünschen. Der Ruf nach einer Ausgliederung als einzige Möglichkeit den finanziellen Rahmen für die erste Mannschaft kurzfristig zu erhöhen – der in Teilen der RWE-Fans fast schon zum Mantra geworden ist – scheint sich zu erübrigen.

Die Stärkung des Vereins auf allen Ebenen – Gremien, Sponsoren, Mitglieder und Fans – ist ein wichtiges Ziel der Initiative Essen Unverkäuflich.

Bliebe es dabei, könnten wir auch den folgenden Satz unseres Vorsitzenden unterschreiben:

„Doch auch ohne Ausgliederung wollen wir zur nächsten Saison mit dem Rückenwind zusätzlich generierter finanzieller Mittel angreifen. Daher geht es uns zum jetzigen Zeitpunkt mit Priorität darum, (einen) starke(n) lokale(n) Partner mit Verständnis, Respekt und Empathie für die große RWE-Tradition, für unsere Vereinskultur und für unsere besonderen Werte zu finden.“

Eine Ausgliederung ist also nicht vom Tisch?

Der Einschub „zum jetzigen Zeitpunkt“ lässt es uns in den Ohren klingeln.

Das Thema Ausgliederung scheint keineswegs vom Tisch. In einem langen Absatz betont Markus Uhlig zwar, dass „es möglich (ist), eine Lösung zu finden, durch die sich Rot-Weiss Essen kein Stück verbiegen und kein Stück seiner Identität abgeben muss.“

Aber gerade hier wird deutlich, dass eine Ausgliederung sehr wohl weiter voran getrieben wird – auf welche Weise auch immer.

Marcus Uhlig: „Diese Lösung gilt es zu erarbeiten und zwar im Dialog mit allen relevanten Parteien, mit der notwendigen Sorgfalt und ohne Zeitdruck. Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung wird eine mögliche Ausgliederung daher keine Rolle spielen.“

Was nicht ist, das wird noch werden!

So müsste man nach diesen Aussagen von Marcus Uhlig schreiben.

Wir fragen uns warum? Sind die angekündigten Partner doch keine Werbepartner, die noch nicht mal in den Aufsichtsrat wollen, sondern nichts weiter als die künftigen Investoren?

Und wenn ja, was sind die in diesen Fällen üblichen Vorabsprachen?

Wir freuen uns auf alle, die den Verein Rot-Weiss Essen unterstützen und stärken wollen. Sich hinten rum einkaufen gehört nicht dazu.

Wir wehren uns gegen eine Dynamik, die so tut, als ginge es um den Erhalt des Status Quo und die doch tiefgreifende, nicht rückgängig zu machende Änderungen mit sich führt.

Wir fordern weiter eine ehrliche Debatte um die Ausgliederung und werden uns an den Diskussionen weiter beteiligen, auch wenn unser Vorstand erst nach der kommenden Jahreshauptversammlung damit beginnen will.

Unser Ziel bleibt:

Essen Unverkäuflich